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Jubiläumslehrgang - 20 Jahre Aikido in Erfurt

Zu ihrem Jubiläum haben die Aikidoka des Universitätssportvereins Erfurt zum Aikidolehrgang eingeladen und als Thema die "Selbstverteidigung aus verschiedenen Distanzen" vorgeschlagen.
Als Trainer konnte erneut Frank Zimmermann (5. Dan) gewonnen werden. Der BJC war mit 6 Mitgliedern angereist und alle waren gespannt was mit den verschiedenen Distanzen genau gemeint war. Dies war auch die erste Frage von Frank an uns, die jedoch keiner der Teilnehmer so recht zu beantworten wusste.
Begonnen hat alles mit einem Aufwärmtraining, nicht nur zum Erwärmen, sondern auch um uns zum Körperkontakt zu führen. So war bereits die Einführung in die 4 Stufen der Distanz gelungen: Beindistanz, Armdistanz, Ellbogendistanz und Wurfdistanz. Wichtig war Frank Zimmermann das kontrollierte Durchlaufen der einzelnen Stufen.
Ein wichtiger Punkt der Selbstverteidigung ist das Besetzten der Mitte, so sind wir sehr direkt und ohne viel Drehung in den Partner eingetreten. Nachdem Überbrücken der einzelnen Distanzen folgte dann ein bekannter Hebel oder Wurf.
Wir arbeiteten uns durch viele Techniken und ich möchte ein besonderes Lob an Harold aussprechen, der sich trotz seiner Handicaps tapfer sich durch die Fußangriffe und schmerzhaften Hebeln kämpfte.
Während des gesamten Lehrgangs schwebte die Frage nach Selbstverteidigung oder Kampfkunst im Raum. Was ist besser und welche Vorteile bringt das eine oder das andere? Frank meinte, dass das eine nicht das andere ausschließt und auch nicht besser oder schlechter sei. Jedoch muss es in gewissen Situationen nun mal kurz und knapp "Aua" machen. Ich finde eine gute Basis ermöglicht das effiziente Arbeiten, jedoch muss gegebenenfalls der Absprung geschafft werden zur Selbstverteidigung.
Als Fazit kann nur eins gesagt werden: Es war ein gelungener Lehrgang für die, die es auch mal hart und "dreckig" wollen. Für die, die mal ausbrechen wollen und sich den Schmerzen der Selbstverteidigung hingeben wollen. Vielen Dank an Frank, den USV, an die Jungs aus Braunschweig und die wunderbaren Gespräche im Auto. Immer wieder gerne.

Braungurt Prüfungen in Beddingen

Nach wochenlanger Vorbereitung war es am 4.12. soweit. Karen, Niels und Jens mussten sich Claus Dieter und Corinna stellen. Beim Mattenaufbau wurde noch gut geflachst und mir versichert das die Aufregung sich in Grenzen hält.
Doch bei den ersten Techniken wurde deutlich klar, dass die Nervosität doch in jedem steckte. Jedoch legten sie diese schnell ab und konzentrierten sich auf ihr Können. Es war interessant zu sehen wie die 3 Prüflinge die selbe Technik teils verschieden darstellen. So wurde es eine tolle Prüfung, die alle mit Bravour bestanden haben. Alle haben jetzt den ersten großen Schritt in die große Welt des Aikido gemacht und wir alle wünschen ihnen, dass sie weiter so fleißig trainieren und weiter so schöne Fortschritte machen.

Aikido und Selbstverteidigung: Verteidigung gegen Angriffe mit dem Messer

Inzwischen ist es schon eine Tradition: Am 27.6.2015 fuhren wir nach Erfurt zum Selbstverteidigungslehrgang mit Frank Zimmermann (5. Dan Aikido). Thema dieses Jahr war die Verteidigung gegen Angriffe mit dem Messer.
Mit 6 Teilnehmern aus dem BJC haben wir uns den Vereinsbus gemietet. Wie kann man die knappen 200 km am Besten beschreiben? Vielleicht so "nur durch Umleitungen, lernt man das Land kennen". Hier auch noch mal ein Hoch auf Torsten, unseren Fahrer, der den Bully mit einer messerscharfen ("um den Bogen zum Thema zurückzufinden") Präzision, durch die Kurven manövrierte. Grade noch rechtzeitig angekommen begann der Lehrgang mit einer kurzen Einführung verschiedenster Trainingsmesser.
Frank und sein Uke Lars führten zuerst das Angriffsverhalten ein: Nicht ein einzelner Stich, sondern eine Kombination aus 5 verschiedenen Stich, Schneid und Schlagtechniken war der Leitfaden des ganzen Lehrgangs. Frank war es wichtig, uns den Bogen zwischen Kampfkunst und Selbstverteidigung bewusst zu machen. Sie schließen einander nicht aus, jedoch ist die Selbstverteidigung um einiges direkter und konsequenter. So war der Eingang teils ungewohnt, die Techniken aber bekannt. Zwischen Nage und Uke darf nach dem Angriff nicht viel Raum entstehen - sonst wird der Angreifer ihn mit seinem Messer erneut füllen! Ein adäquates Mittel zur "Raumfüllung" ist der Atemi, der auch das Ziel treffen darf und sollte. Frank zeigte uns, dass der Atemi nicht zwangsläufig mit den Händen ausgeführt werden muss. Denn wenn beide Hände in Arbeit vertieft sind und etwa den Messerarm kontrollieren, kann ein Atemi auch mit dem Knie, Fuß oder Kopf sehr effektiv werden.
Zwischen den einzelnen Techniken verdeutlichte Frank in lockerer und sympathischer Art wie gefährlich das Messer ist und aus welchen Situationen sich ein Konflikt mit Messerattacke entwickeln kann: die beste Verteidigung ist stets eine sehr gute 100m Zeit.
Schön war es auch, die ganze Gruppe zu erleben. Selbst bei künstlich erzeugtem Stress - etwa dem Angriff während eines Burpees - blieb die Stimmung in der Halle fröhlich und konzentriert!
Als Fazit lässt sich sagen, dass Kampfkunst und Selbstverteidigung mehr Gemeinsamkeiten haben als gedacht. Durch die nötige Konsequenz in der „regellosen“ Situation einer Selbstverteidigung gab uns Frank aber einen neuen Blickwinkel auf unsere gewohnten Trainingsformen mit nach Hause.