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Bundeslehrgang mit Hubert Luhmann (7. Dan) in Berlin

"Schwerttechniken, Ude-kime-osae und Koshi-nage" wurden uns in der Ausschreibung versprochen und an diesem Wochenende von Hubert zur Verkostung angeboten. Mit 5 Reisenden (Corinna, Claus-Dieter, Niels, Harold und Jens) war Braunschweig wieder gut vertreten.
Zuerst aber ist ein herzlicher Dank an die Organisatoren wichtig, die trotz kurzfristiger Hallenverlegung einen reibungslosen Lehrgang möglich gemacht haben. Lecker und gemütlich war das ausgewählte Restaurant am Abend, so dass auch nach dem intensiven Trainingsnachmittag rege Gespräche und viel Gelächter zu hören waren!
Jetzt aber zur Sache. Über die Arbeit mit den Waffen am ersten Tag bis hin zum Koshi-Nage am Sonntag begleitete uns immer wieder Huberts Satz "Ihr müsst das geschehen lassen!", also den Angriff kommen lassen, den Angreifer auf unsere Führung reagieren lassen und erst dann in unsere Technik eintreten. "Erst kommt das Eis, dann die Sahne und die Technik, das ist die Kirsche ganz oben." In meinem Rückblick wurde diese Sicht besonders bei der Schwertabwehr am ersten Tag deutlich, da die klare Richtung und starke Führung eines Schwertschlages ohnehin jede "gewaltsame" Veränderung durch den Verteidiger unmöglich machen.Und wie leicht wurde dann unter Huberts Anleitung das gleiche Prinzip für einen Koshi-Nage aus dem Fassangriff sichtbar, wenn es nur genau so leicht auch umzusetzen wäre! Gut gedehnt dank Ude-Kime-Osae entließ uns Hubert in unsere Heimat-Dojos, wo wir in den nächsten Wochen gerne mit Euch teilen werden.

Weihnachtsfeier

Korrektur:
Zur Weihnachtsfeier treffen wir uns dieses Jahr am Montag, dem 4.12. nach dem Training.
Claus-Dieter hat für uns im Restaurant NEM Grill in der Neuen Straße 8 reserviert.

Was hat Aikido mit Etikette zu tun? - Bericht von Corinna

Etikette – warum halten wir uns im Aikido an Regeln?

Bei der zweiten Arbeitstagung des Aikido-Verbandes Niedersachsen AVNI am letzten Wochenende haben wir neben dem Thema Mitgliedergewinnung (und -haltung) Etikette in den Fokus genommen. Warum scheinbar Selbstverständliches zum Thema machen? Weil Verhaltensweisen, die wir verinnerlicht haben, einen Anfänger möglicherweise irritieren. Weil Regeln verschwinden, wenn sie nicht immer mal wieder erläutert und erklärt werden. Denn wer nicht versteht, wendet nur ungern an. Kultur muss gelebt werden und Kultur ist das, was unser Miteinander regelt und vereinfacht. Dafür sind wir verantwortlich.

Vier Themen haben wir betrachtet und herausgearbeitet, warum wir sie beim Aikido für wichtig erachten und warum wir sie gerne anwenden. Nicht betrachtet haben wir dagegen die Traditionen verschiedener Stilrichtungen, sicher ein Ausblick auf ein vertiefendes Seminar.

Das hier gehört alles zur Etikette – ohne Vollständigkeitsanspruch

1. Regeln der Sicherheit schützen vor Verletzungen:
Hierzu gehören z. B. Schmuck ablegen, krank zuhause bleiben, aufwärmen, auf Signale achten (Klatschen darf nur der Meister, auf Abklatschen von Uke sofort reagieren, Verbeugen zu Beginn und am Ende der Technik, Augenkontakt), konzentriert trainieren, Ablenkungen vermeiden, adäquater Umgang mit der Waffe, Bereitschaft, das zu üben, was vorgegeben wird, außerdem die Intensität von Angriff und Abwehr den Fähigkeiten des Partners anzupassen

2. Hygiene macht das Training angenehm, fördert Konzentration, vermeidet Ablenkung: gewaschene Füße, Schlappen vom Umkleideraum zur Matte, frisch gewaschener oder mindestens gelüfteter GI, auf Parfüm und Make Up verzichten, dezentes Deo, regelmäßige Reinigung der Matten

3. Disziplin fördert u. a. Gemeinschaft, Konzentration und persönliche Weiterentwicklung: Begrüßung beim Betreten der Halle (jeden mit Blickkontakt/Name, besonders auch Interessierte/Neue), Pünktlichkeit, Reinlichkeit, Stille bei Angrüßen und Meditation;
Verhalten bei zu spät kommen: Angrüßen nicht vergessen (Konzentration) und Blickkontakt mit dem Meister suchen, um Matte betreten zu dürfen

4. Respekt hat viele Dimensionen: Schüler-Schüler, Schüler-Lehrer, Lehrer-Schüler, Aikidoka-Dojo, Aikidoka-Ueshiba/der Idee gegenüber, außerdem zu beachten sind Geschlecht/Alter/Graduierung;
Aikido ist sehr stark mit seinen Ursprüngen in Japan verbunden. Deshalb gehören einige typisch japanische Umgangsformen auch ins Aikido-Training, z. B. japanische Begriffe, außerdem verneigt man sich am Anfang und Ende des Trainings, sowohl zueinander, um gegenseitigen Respekt und Dankbarkeit auszudrücken, als auch zur Frontseite des Dojos und ggf. zu einem Foto zum Begründer des Aikido Morihei Ueshiba.
Dojo heißt übrigens „Ort der Erleuchtung“ (wer hatte nicht schon Lichtblicke beim Trainieren?), die Matten werden nicht mit Schuhen betreten.
Zum gegenseitigen Respekt gehört außerdem, rechtzeitig zum Mattenauf- und -abbau da zu sein, Aufmerksamkeit zu schenken, Vermeiden von Störfaktoren (Handys, zu spät kommen), fragen statt bewerten, Anweisungen des Meisters befolgen, höfliche Wortwahl, Danke sagen, jedem sein Lerntempo lassen, beobachten/zuhören/ausreden lassen und Korrekturen positiv anregen.

Trainingshierarchie
Meister – Schüler: Vorbildfunktion, keine Abwertung anderer Meister, Vereine oder Verbände, Techniken an der Schwierigkeit den Schülern anpassen
Schüler – Meister: den Anweisungen des Meisters wird auf der Matte gefolgt, d.h. das, was er sagt, wird trainiert (er hat sich was dabei gedacht!), auf Signale achten, auf Kommentare verzichten
Schüler – Schüler: der höher graduierte beginnt, auf Vermischung achten (es sollte möglichst pro Trainingseinheit möglichst jeder mal mit jedem trainiert haben)

Corinna

Bedeutung von Raum und Zeit – Anwendung in der Selbstverteidigung

Letzten Samstag trainierten André, Harold und Jens bei Frank Zimmermann in Erfurt. Frank blieb seiner Marke treu: Intensives Training, viel Hintergrundinformation und ebensoviel Spaß am Aikido. Da wir alle grade reichlich zu tun haben, haben wir gestern statt einen langen Bericht zu schreiben heimlich geübt, was wir Euch aus Erfurt mitgebracht haben:
Mitbringsel aus Erfurt 1
Mitbringsel aus Erfurt 2

Sommerfest

Unser Sommerfest ist dieses Jahr am 11. August um 19:00.
Ich habe zur Teilnahme und für Essensspenden eine Doodle-Umfrage erstellt, falls ihr den Link über WhatsApp oder Mail nicht erhalten habt sprecht mich bitte noch einmal an.
Jens

Bedeutung von Raum und Zeit – Anwendung in der Selbstverteidigung

Am 2.9.2017 bietet Frank Zimmermann einen Landeslehrgang in Erfurt an. Hier findet ihr die Ausschreibung:
http://www.aikido-thueringen.de/images/ausschreibungen/09_Erfurt.pdf
Der Besuch von Franks Lehrgang in Erfurt ist eine inzwischen lieb gewordene Tradition, wie ihr in den folgenden Berichten lest:
2015: Verteidigung gegen Angriffe mit dem Messer
2016: Selbstverteidigung aus verschiedenen Distanzen

Immer wieder mal etwas Anderes.

Am Freitag, den 26.05.2017 haben Simon Brosien und Mats Mölting in Broistedt ihre Prüfung zum 2. Kyu abgelegt.
Warum war sie etwas Anderes?
Die Prüfung sollte im Dojo von Claus – Dieter auf dem Dachboden stattfinden. Vor Beginn der Prüfung mußten aber noch fünf Matten zusätzlich aus dem Keller auf den Dachboden gebracht werden. Das Wetter war schön. Die Sonne schien. Es war warm und die Vögel zwitscherten. Da meinte Claus – Dieter auf einmal: „Wollen wir die Matten nicht im Garten aufbauen?“ Und so geschah’s. 20 qm Matten wurden auf dem Rasen ausgebreitet und die Prüfung konnte beginnen. Zwischenzeitlich mußten die Matten zwar immer mal wieder zusammengeschoben werden, aber – es ging.
Die Prüflinge waren etwas herausgefordert, da der Untergrund nicht immer plan war, doch sie meisterten die Herausforderung, die etwas realistischere Anforderungen stellte, ohne Probleme. So konnten sie nach circa eineinhalb Stunden ihre Gratulationen zur bestandenen Prüfung entgegennehmen.
Macht weiter so.

Being Senior in Japan: Der Rang in einem japanischen Dojo

Claus-Dieter fand einen Bericht, in dem Peter Boylan seine direkte Erfahrung mit der Rolle der hochrangigsten Schüler in einem traditionellen japanischen Dojo beschreibt. Kurz zusammengefasst lebt so ein Dojo durch die Erfahrung, die die erfahrenen Schüler mit den weniger erfahrenen teilen und ebenso durch ihre Übernahme von Verantwortung für das Dojo. Damit ergeben sich für den Meister und die Schüler natürlich auch ganz andere Rollen als wir sie gewohnt sind.
Mit Blick auf manche Lehrgänge und auch sonst zum Nachdenken - hier findet Ihr den Artikel:Being Senior in Japan (Peter Boylan)

Jubiläumslehrgang „50 Jahre Aikido im BJC“ mit Frank Zimmermann (5. Dan)

„Klassisches Aikido in verschiedenen Distanzen – Anwendungen im modernen Mit- und Gegeneinander“- mit diesem Titel kündigte Frank Zimmermann seinen dynamischen und herausfordernden Lehrgang hier in Braunschweig an.
Der für uns Aikidoka neue Punkt kam gleich am Anfang. Frank demonstrierte die 5 wichtigen Distanzen, nämlich:
-die Trittdistanz
-die Schlagdistanz
-die Ellenbogendistanz
-die Clinch- oder Wurfdistanz
-gar keine Distanz: Den Bodenkampf
Von da ab begannen wir eine Tour durch Angriffe und Techniken in diesen unterschiedlichen Entfernungen bis hin zur Erkenntnis, dass unser klassisches Aikido im wesentlichen in den Zwischendistanzen, etwa in dem Bereich zwischen Schlag- und Ellenbogenabstand stattfindet. Praktisch begannen wir wie im Foto zu sehen mit der Abwehr eines Trittes und kamen dann schnell zu Mehrfachangriffen, die den Verteidiger in einem Fluß von der Trittabwehr bis zu einer einfachen Bodentechnik führten. Hier stellte Frank auch das erste Mal den Bezug zum modernen "Mit- und Gegeneinander" her - mit dem sanften Hinweis, dass der typische Angreifer eher nicht nach dem ersten Tritt auf die ruhige Durchführung einer Gegentechnik warten würde...
Am 2. Tag entwickelte Frank mit uns die Durchführung von Techniken ausgehend von kontinuierlichen Bewegungsmustern - auch bekannt als "Loop Drills". In enger Distanz wechselten darin beständig die Rollen zwischen Angreifer und Verteidiger bis der Fluß dann durch die Einleitung und Ausführung einer Technik beendet wurde. Da wir gleich zu Beginn bereits spielerisch das "kampfbereite Aufstehen" geübt hatten, kam so je nach persönlicher Fähigkeit ein zügiger und auch körperlich fordernder Rhythmus zu Stande. Und wie reagieren Aikidoka auf diese ungewohnten Übungsformen? Sichtbar waren Spaß an der Bewegung und neben Konzentration auch sehr viel Lächeln. Großen Anteil hatte daran natürlich Franks lebhafter und origineller Lehrstil mit seinem kongenialen Uke, dem Herren Lars. Beide gingen auch während der Übungsphasen aktiv und gut gelaunt auf uns alle zu und lösten so manchen Knoten im Hirn der über 30 Teilnehmer auf.
Keiner von uns wird das Beiprogramm des Sonntagvormittags vergessen: vor dem Fenster zogen die Karnevalswagen des "Schoduvel" auf - diesen Aufmerksamskeitwettbewerb entschied Frank aber jedesmal wieder souverän für sich.

Prüfungserfolg

Heute bestanden unsere mit 14 Jahren Jüngsten, Alexander und Hendrik, ihre Prüfung zum Gelbgurt. Herzlichen Glückwunsch! Wir hoffen in den nächsten Jahren noch viel von Euch zu sehen.

Zentraltraining in Soltau

Am Samstag hielt Claus-Dieter das Landestraining und zum ersten Mal auch das Zentraltraining in Soltau. Jeweils freundlich von Damian Magiera angekündigt führte er durch 2 Einheiten mit Techniken für faule Aikidoka - was genau genommen eine schnelle und damit recht intensive Übungsabfolge für uns Trainierende bedeutete.
Die nächste Gelegenheit mit Claus-Dieter beim Zentraltraining zu üben ist der 14. Januar in Misburg. Das Landestraining wird er 2017 durchgängig abhalten.
Hier findet Ihr die Termine: Lehrgangsplan Niedersachsen 2017

Bundeslehrgang mit Hubert Luhmann

Zu fünft fuhren wir nach Mörfelden-Walldorf um mit Hubert Luhmann zu trainieren. Kote-Gaeshi, Stock, Schwert und Messer standen im Programm und wurden uns von Hubert in unterschiedlichen Kombinationen vermittelt. Ein besonderes Bonbon waren die Erläuterungen zum Randori und die Gelegenheit die Prinzipien selber auszuprobieren: Den Raum besetzen und so auch den Angriff des Uke bestimmen. Bei Hubert sah es mühelos aus...
Claus-Dieter hat schon vor der Rückfahrt versprochen uns in der nächsten Woche einige der neuen Varianten üben zu lassen - auch damit alle von uns den speziellen Abschluss des Kote-Gaeshi noch verstehen.

Orange!

Intensiv und regelmäßig haben Julian und Thorsten seit sie aus Lengede zu uns kamen trainiert.
Wir freuen uns, Euch beiden jetzt nach Eurer Prüfung am letzten Freitag zum 4. Kyu gratulieren zu dürfen! Und noch mehr natürlich auf das gemeinsame Üben in den nächsten Monaten und Jahren.